Positive Energie im Klassenzimmer

Positive Psychologie in der Grundschule ist derzeit wichtiger denn je. Gerade in Zeiten, in denen Klassenverbände mitunter getrennt werden, Kinder zu Hause lernen statt in der Peergroup, da brauchen Kinder liebevolle Unterstützung.

In einer Welt, die sich tagtäglich verändert, in der Dinge, die heute noch gelten, morgen wieder anders sind, da brauchen Kinder Selbstvertrauen. Wenn der Alltag von Sorgen und beängstigenden Nachrichten geprägt ist, dann brauchen Kinder einen positiven Blick auf die Dinge.

Bei einer Fortbildungsreihe über das kleine große Glück im Alltag habe ich einige neue Inspirationen hierzu bekommen, nachdem ich mich bereits letztes Jahr mit dem Thema „Vertrauen“ auseinandergesetzt hatte (s. unten).

Diese drei Ideen könnt ihr in eurer Klasse immer mal wieder oder als feste Rituale einsetzen. Entweder zusätzlich zu den Themen Vertrauen oder Glück oder davon losgelöst.
Probiere doch auch mal die #magicmoments selbst aus. Du wirst erstaunt sein, wie viel du selbst für positive Energie sorgst!

Hier können die Kinder sich gegenseitig ein paar warme Worte zukommen lassen. Dass auch niemand leer ausgeht, verknüpfen wir dies mit unserer Aktion „Mein Freund der Woche“ (ist hier enthalten). Als „Hausaufgabe“ schreibt jeder seinem Freund der Woche eine Komplimente-Post.

Ich lege Wert darauf, dass die Kinder sich selbst passende Komplimente überlegen und nicht auf Kopiervorlagen zurückgreifen. Denn jedes Kompliment soll von Herzen kommen und keine Floskel darstellen. Sie lernen so, dass jeder Mensch ganz viele Stärken hat und ihren Blick darauf zu richten.

Die „Wall of Fame“ habe ich auf ein A2-Plakat geklebt und im Klassensaal aufgehängt. Für die Briefumschläge habe ich quadratische Faltblätter verwendet und die Ecken alle zur Mitte gefaltet. Zur Fixierung dienen Etiketten mit den Namen der Kinder.

Die Schärfung unseres Blickes auf die eigene Selbstwirksamkeit ist unabdingbar für ein gesundes Selbstvertrauen. Wir trainieren damit unsere Fähigkeit, Dinge positiv zu beeinflussen.

Anfangs fällt es uns noch schwer, Erlebnisse als bewusst positiv wahrzunehmen. Noch schwerer ist es, den Eigenanteil am positiven Erlebnis zu erkennen. Also das, was wir dazu selbst beigetragen haben, dass wir das schöne Erlebnis hatten. Aber wir haben an jedem schönen Erlebnis einen ganz erheblichen Eigenanteil.

Im Material sind zusätzliche Impuls-Herzen enthalten, die die Kinder in der Wahrnehmung unterstützen sollen.

„Jeden Tag, eine gute Tat“, diese alte Pfadfinderweisheit hat nach wie vor ihre Berechtigung! Denn Glücklichmachen macht glücklich!

Konfetti nur an Fasching? Ach was! Konfetti geht immer, denn Konfetti macht gute Laune und das können unsere Schüler gerade wirklich gut gebrauchen. Und unsere Kollegen. Und Eltern. Und WIR!Die Extraportion Konfetti erhalten meine Schüler in einem kleinen Tütchen. Zur Auflockerung klebe ich noch einen Konfetti-Spruch darauf und dann kann die gute Laune beginnen! Happy mit Konfetti!

Glück | Klassengemeinschaft | Konfetti | Positive Psychologie | Selbstvertrauen | Vertrauen

3 Gedanken zu „Positive Energie im Klassenzimmer“

  1. Pingback: #musterliebe: Lobkärtchen – Mrs.Rupäd

  2. Liebe Susanne,

    ich bin auf deine Seite gestoßen und völlig begeistert – und beeindruckt 🙂

    Deine Ideen werden meinen Unterricht bereichernd ergänzen. Vielleicht kann ich dir auch noch eine Idee mitgeben, die ich hier etwas näher ausführen möchte, um mich verständlich zu machen.

    Ich war 2018 sehr krank – auch dadurch bedingt, dass ich mit meinem Lehrerinnendasein sehr im Mangel war: Nicht genug zu sein, nicht genug zu können, eben auch im Vergleich zu anderen – besonders zu den Jüngeren, die so erstaunlich leicht mit diesen digitalen Medien umgehen können… Ich bin jetzt 60 und bin nicht damit groß geworden – hatte aber auch nie wirklich das Interesse dafür aufbringen können.

    Mir ist in der Zeit das 6-Min.Tagebuch empfohlen worden, das ich nun das 3. Jahr führe und – es hat mich sehr verändert. Ich schaue nun in die Fülle und bin mit mir und meiner „Unvollkommenheit“ im Reinen, liebe mich genauso wie ich bin, bin mir genug und mir meiner Selbst bewusst mit allen Stärken und Schwächen.

    Mir ist in dieser Zeit die Idee gekommen, dass man das für die Kinder in der Schule auch entwickeln müsste und habe mir dazu meine Gedanken aufgeschrieben. Dabei ist es dann geblieben, weil ich noch nicht den Mut aufgebracht habe, daraus ein Buch zu machen. Unabhängig davon, dass es mir bislang noch nicht gelungen ist, mir soviel Zeit dafür freizuschaufeln. Nach dem Motto: Wann soll ich DAS denn noch machen? Daher bin ich auch so beeindruckt, wie du das in deinem Mamaalltag auch noch alles hinkriegst!

    Wie auch immer: Eine Freundin rief mich an und schickte mir einen Link, aus dem ersichtlich war, dass es das „6-Minuten-Tagebuch für Kinder“ jetzt gibt. Man konnte sich bei einer Aktion bewerben, einen Klassensatz zu gewinnen. Ich war bei den glücklichen Gewinnern dabei und führe seit gut zwei Monaten täglich das Buch mit den Kindern aus.

    Und – Seit knapp einem dreiviertel Jahr mache ich mit den Kindern jeden Morgen eine Dankbarkeitsrunde. Ich fange damit an(um so das Repertoir der Kinder zu erweitern)und gebe den Blick weiter, dann kann jedes Kind, das will, laut sagen wofür es dankbar ist. Am Anfang waren es sehr wenige, mittlerweile ist es fast die ganze Klasse.

    Als das 6-Min. Tagebuch nun dazu kam, war es für die Kinder ein Leichtes damit umzugehen, weil sie jeden Morgen schriftlich eintragen, wofür sie dankbar sind. (Die mündl. Runde machen wir trotzdem noch, so erweitert sich tägl. unser Repertoir. Es ist so schön zu erleben, wie aufmerksam sie den Blick für das Positive weiterentwickeln!). Mittags bevor sie nach Hause gehen, schreiben sie dann z.B.: Wie habe ich heute jdm. geholfen oder Heute bin ich stolz auf mich, weil ich… oder: Etwas Tolles, das heute passiert ist…

    Besonders dieser bewusste Umgang mit dem Blick auf das Positive – mit der liebevollen Auseinandersetzung mit sich selbst und dem „Gegenüber“ (wer auch immer es ist), also mit dem Praktizieren der Selbstliebe und der Empathiefähigkeit, hat die Klassengemeinschaft nachhaltig geprägt und verändert. Ich freue mich jeden Morgen auf die Schule und das erlebe ich bei den Kindern auch. Das Miteinander ist liebevoll und wertschätzend. Das gemeinsame Arbeiten ist einfach nur großartig. Das bemerken mittlerweile auch die FachlehrerInnen.

    Du liest also: Es passt wunderbar zu deiner Arbeit 🙂

    Daher kann ich dir das 6-Minuten-Tagebuch als weitere Inspirationsquelle nur wärmstens ans Herz legen – falls du es nicht doch schon kennen solltest.

    Liebe Susanne, vielen Dank für deine „Geschenke“, du bist eine Inspirationsquelle für mich – und ich bin sicher für unglaublich viele andere Menschen auch. Es ist großartig, wie du deine Gabe weitergibst.

    Herzensgruß
    Edith

    1. Liebe Edith, vielen herzlichen Dank für deine ausführlichen Worte, die ich aufmerksam gelesen habe. Die Idee mit dem 6-Minuten-Tagebuch habe ich auf meine „Materialien-Wunschliste“ geschrieben und habe schon ein paar Ideen, wie ich sie umsetzen werde. Ich habe „erst“ 10 Jahre Schuldienst hinter mir und davon war ich 2x ausführlich in Elternzeit (sehr gewinnbringend!!!), aber ich denke, dass es für dich Kids wichtig ist, dass du das, was du machst, gerne tust. Und dan machen sie alles mit. Es ist völlig ok digitalfrei zu arbeiten, wenn du voll und ganz dahinter stehst. Letztendlich heißt es: #herzmachtschule
      Liebe Grüße, Susanne

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