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Wir schreiben eigene Texte!

Hand aufs Herz

Um jetzt mal ganz offen zu sprechen: Es ist nicht mein Lieblingsthema. Aufsatz schreiben. Wirklich nicht. Ich drücke mich da auch ganz gerne davor und schiebe diese unliebsamen Leistungsnachweise gerne nach hinten, bis ich eben muss. Quasi hält sich mein Motivationsproblem so lange, bis ich dann schlussendlich ein Zeitproblem habe. So geht es mir mit vielen Dingen, die ich nicht so mag. Alles andere geht immer zackzack und fällt mir leicht.

Jetzt kommt ein „Allerdings“: Allerdings habe ich es in meinen 16 Jahren als Lehrerin immer so gehandhabt, dass ich mich gerade in den Bereichen, die mir schwer fallen, weitergebildet habe. Stück für Stück. Und nun ist das Texteschreiben dran. Ich lese mich in verschiedene Konzepte ein und ich habe mich beraten lassen. Von der Besten: Beate Leßmann.

Mein Zusammentreffen mit Beate Leßmann

Als ich mit Herrn Friederich dieses Jahr die Didacta betrat, kam ich erst mal nicht weit. Er hatte sich festgequatscht und ich wurde langsam unruhig. Da sah ich am Stand nebenan Beate Leßmann stehen. In einem knalligen pinkfarbenen Pullover. Warum ich das hier schreibe? Ich hatte den gleichen an. Und so verlief auch unser Gespräch – wir haben uns direkt verstanden. Zwei Workerholics unter sich so zu sagen. Ganz ehrlich berichtete ich ihr von meinem Aufsatz-Dilemma. Dass es mir davor graut. Dass ich gar nicht weiß, wie ich am besten vorgehe. Ihre Antwort? Herrlich unkompliziert: „Hast du bereits ein Schreibtagebuch? Nein? Dann fange damit an. Und dann führst du die Autorenrunde ein!“

Jetzt hatte ich einen Plan

Noch am Abend im Hotel sah ich mir erste YouTube-Videos von Beate an. Las mich durch ihre Blogartikel und bestellte kurzerhand die Schreibbücher – bevor ich es mir noch anders überlege. Im nächsten Schritt schusterte ich mir aus den Schulbüchern die nächsten beiden Wochenpläne zusammen: Gliederung von Geschichten, wörtliche Rede, Wortfelder (sagen, gehen, …). Diese Kapitel wollte ich noch mit den Kindern besprechen, bevor es wirklich losgeht. Mir fiel ein, dass mein Ex-Referendar (Danke, lieber Frederic!) und ich mal die Idee zu einer „Aufsatzkiste“ hatten. Darin sammelten wir damals alles, was für einen Zeitungsbericht wichtig ist und gaben die Box den Kindern als Unterstützung. Diese Box habe ich nun zur Schreibbox umfunktioniert. Mir gefällt der Name „Aufsatz“ nicht, denn er erinnert mich daran, dass ich den Bereich ja ursprünglich nicht gern unterrichtete. Mein neues Ich liebt es ja, mit den Kindern Texte zu schreiben. Also: Schreibbox.

Auf Los geht’s los!

Die Schreibtagebücher habe ich für die Kinder erst mal schön hergerichtet. Dazu verwendete ich inhaltlich auch die Vorlagen von Beate Leßmann, habe sie aber optisch an mein gewohntes Design angepasst. Außerdem häkelte ich Bänder, mit denen die schönen Bücher verschlossen werden können. Bewusst habe ich das immer mal während des Unterrichts gemacht. So entstand eine gewisse Spannung: „Frau Ruppert, was machst du da? Was wird das? Bekommen wir so ein Buch? Was machen wir damit?“

Bereits während unseren Vorarbeiten habe ich festgestellt, dass ich es mit einer sehr schreibmotivierten Truppe zu tun habe. Mein neues Ich freut sich. Das wird gut.

Das verwendete Material für die Schreibboxen habe ich euch hier verlinkt (Achtung: den roten Faden der Erzählung gibt es einzeln, er ist aber auch in dem Material, in dem ihr die Satzanfänge findet, enthalten!):

Anmerkung: Teilweise handelt es sich um affiliate Links.

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